Probehalber: Schulausschuss stimmt für integrative Beschulung der GHS Inden

Autor: Peter Wagner Do, 25. März 2010 09:36

Inden/Altdorf. Den Lernerfolg ihrer Schüler will die Gemeinschaftshauptschule Inden (GHS) mit einer Mischung aus lernschwachen und lernstarken Schülern sichern.

Und zwar nicht nur in einem gemeinsamem Unterricht, sondern in einer integrativen Lerngruppe. Einstimmig hat der Schulausschuss der Gemeinde Inden in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, probeweise eine integrative Beschulung an der GHS einzuführen. Und zwar ab dem Schuljahr 2010/2011.

Wie die Verwaltung erläuterte, entstünden durch diese Gruppe keine nennenswerten Mehrkosten. Lediglich Schülerbeförderungskosten seien einzubeziehen. Die seien zu vernachlässigen, versicherte der Schulleiter der GHS, Jürgen Rudig, auf Nachfrage. Die fünf Schüler kämen aus Inden (3), Jülich und Langerwehe. In die 22-köpfige Klasse, zu der maximal drei weitere lernschwache Kinder hinzukommen können, wird ein zweiter Pädagoge hinzugezogen.

Vor den Schulausschussmitgliedern sprach Rudig von einem dreifachen Gewinn. Und zwar für die Kinder, die Lehrer und die Schüler. Die lernschwachen Schüler hätten den Vorteil, dass sie nicht mehr ausgesondert würden. Die Kinder ohne besonderen Förderbedarf erwürben Empathie und Sympathiefähigkeiten. Und für die GHS verspricht sich Rudig in Zeiten rückläufiger Schülerzahlen durch die integrative Beschulung, dass er den Rückgang abfangen kann.

Josef Wirtz forderte im Ausschuss einen Erfahrungsbericht nach dem ersten Halbjahr im Februar 2011. Den will Rudig schreiben, um zu entscheiden, ob im Folgeschuljahr wieder eine neue integrative Lerngruppe ab dem 5. Schuljahr eingeführt wird. In der nächsten Sitzung nach den Osterferien will die GHS Inden über das Schulobst-Programm berichten. Die Schule hatte den Zuschlag bekommen.

Quelle: Aachener Nachrichten online, 24.03.2010

Siehe auch: Bericht Schulausschuss-Sitzung vom 19.03.2010

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Erdrutsch im Tagebau: Keine Gefahr für Schophoven?

Autor: Peter Wagner Do, 25. März 2010 09:27

Düsseldorf/Inden. Der gewaltige Erdrutsch im Tagebau Inden hat sich über fünf Stunden hingezogen: Am 12. März rutschte von 7 bis 12 Uhr die Erde weg. Rissbildungen an der Oberfläche und im Vorfeld waren schon zwei Tage zuvor beobachtet worden.

Die Abrutschung setzte auf einer Breite von 200 Metern ein, nachdem die Arbeitsböschung von einem Schaufelradbagger angeschnitten worden war. Zwischen zwei bekannten geologischen Störungen ging die oberste Sohle mit einer Höhe von 30 Metern ab.

Das ist so im Bericht der Landesregierung zu lesen, der unserer Zeitung vorliegt und am Donnerstag im Unterausschuss Bergbausicherheit in Düsseldorf zur Debatte steht. Bereits am Mittwochabend ließ sich der Indener Gemeinderat vom Bergbautreibenden und der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg informieren.

Tagebaudirektor Arthur Oster beharrte auf seinem Standpunkt: Die Lage sei jederzeit unter Kontrolle und eine Gefährdung von Menschen ausgeschlossen gewesen. «Schophoven war und ist nicht gefährdet. Das kann ich aus voller Überzeugung sagen», meinte er am Mittwochabend wörtlich. Allerdings könnten sich Rutschungen dieser Art auf jeder weiteren Sohle im Bereich der Störzonen wiederholen.

Osters Einschätzung teilt NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben in ihrem Bericht: «Die Maßnahmen zur regelmäßigen Überwachung haben sich als geeignet erwiesen, das Risiko einer Böschungsrutschung rechtzeitig zu erkennen.» Eine Gefährdung der Bevölkerung war «schon aufgrund der großen Entfernung der Wohnbebauung zu keiner Zeit gegeben». Thoben sieht wie RWE Power keinen Vergleich zur Tragödie in Nachterstedt (Sachsen-Anhalt) im Juli 2009: «Bei der Rutschung im Tagebau Inden handelt es sich um einen völlig anderen Bruchmechanismus.»

Obwohl laut Bericht der Wirtschaftsministerin «zu keiner Zeit eine Gefahr» für Menschen und Sachgüter bestanden habe, würden die Bergbehörde und der Geologische Dienst die Untersuchung fortsetzen.

Sehr unterschiedlich werteten dagegen die Vertreter der Fraktionen im Unterausschuss für Bergbausicherheit den Indener Vorfall. Sie wurden von unserer Zeitung vorab befragt. Während der FDP-Umweltexperte Holger Ellerbrock vor Panikmache warnt und es für nicht ungewöhnlich hält, wenn beim Abbaggern von Braunkohle «Erdmaterial nachrutscht», spricht Norbert Römer (SPD) von einem «ernstzunehmenden Vorkommnis. «Es geht auch um die Sicherheit der Beschäftigten», sagte Römer und fordert Aufklärung.

In diese Kerbe schlägt auch der Ausschussvorsitzende Josef Hovenjürgen (CDU), der zudem vom Konzern eine «offene, schnelle und umfassende Information» verlangt. Nur auf dieser Basis sei Vertrauen der Bürger zu gewinnen.

Nach Auffassung von Reiner Priggen (Grüne) belege der Indener Kantenbruch, dass auch im rheinischen Braunkohlenrevier «ein Katastrophen-Risiko durch bewegliche Erdmassen» bestehe. Er fordert eine Vergrößerung des Abstandes zur Abbaukante auf mindestens 1000 Meter.

Quelle: Aachener Nachrichten online, 25.03.2010

Siehe auch: Kurzinformation zur Rutschung an einer Arbeitsböschung im Tagebau Inden am 12.03.2010

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Kurzinformation zur Rutschung an einer Arbeitsböschung im Tagebau Inden am 12.03.2010

Autor: Peter Wagner Di, 23. März 2010 18:25

Nachdem in den letzten Tagen viel zum Böschungsrutsch im Tagebau Inden spekuliert wurde, hat uns Herr Arthur Oster freundlicherweise Informationen zu diesem Thema zur Verfügung gestellt. Gerne leiten wir diese Informationen weiter und stellen diese als PDF zur Verfügung. Quelle dieser PDF-Dateien ist RWE Power, 22.03.2010.

 100322_Kurzinfo zur Böschungsumbildung Inden-Endfassung.pdf (46,21 kb)

 100320_Infomappe-BU-Inden.pdf (727,14 kb)

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GHS Inden: Nachwuchssorgen zeichnen sich ab

Autor: Peter Wagner Di, 23. März 2010 18:12

Inden/Altdorf. «Die Schüler während ihres Schulbesuchs auf die Teilhabe an unserer demokratischen Gesellschaft und das Berufsleben vorzubereiten, ist unser wichtigstes Ziel», umriss Schulleiter Jürgen Rudig im Gespräch mit Josef Wirtz MdL die Aufgaben der Hauptschule in der heutigen Zeit.

«Eltern entscheiden sich ganz bewusst für die Gemeinschaftshauptschule Inden, um ihrem Kind Zeit zum Heranreifen zu lassen und die Voraussetzungen für einen guten Abschluss zu schaffen», so der Schulleiter weiter.

Durch eine individuelle Förderung in Kleingruppen, den verstärkten Einsatz von Lehrkräften in den Klassen fünf und zehn, die Ausdehnung des Unterrichts auf zwei bis drei Nachmittage in der Woche, die intensive Kooperation mit Sozialpädagogen sowie den Einsatz moderner Medien wird dies gewährleistet.

Der Unterrichtsausfall sei aufgrund eines guten Lehrerstamms gering, jedoch zeichneten sich für die Zukunft bereits Nachwuchssorgen ab. Wirtz erläuterte: «Das Land hat die Stellen zur Verfügung gestellt, der Lehrerpool ist jedoch leer, und alle warten auf die neuen Absolventen.»

Mit Hilfe des Programms «Geld statt Stellen» begegnet die GHS Inden dem Problem, aber auch Honorarkräfte seien dünn gesät. Insbesondere die Vorbereitung für den Berufseinstieg wird in allen Jahrgangsstufen der GHS praktiziert.

Von den verschiedenen Ansätzen überzeugte sich der Landtagsabgeordnete unter anderem bei seinem Besuch im vom Land NRW mitfinanzierten Berufsorientierungsbüro.

Quelle: Aachener Nachrichten online, 22.03.2010

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Köhlers benzingefülltes Fettnäpfchen

Autor: Peter Wagner Mo, 22. März 2010 11:42

Bevor man unüberlegte Äußerungen von sich gibt, sollte man einmal über die Konsequenzen nachdenken. Bei dem was Bundespräsident Köhler von sich gegeben hat, dürfte dies leicht sein. Umso erstaunlicher, dass dieser Gedankengang dann tatsächlich bis zur Öffentlichkeit gelangt ist.

Es geht um die Aussage von Köhler „… ob der Preis von Benzin nicht tendenziell höher als tendenziell niedriger sein sollte.“ Damit hat er einen Sturm von Gegenwind entfacht. Und das nicht zu Unrecht.

Dass dies, sollte seine Empfehlung eine entsprechende Wirkung nach sich ziehen, jemand bezahlen muss, ist klar. Die Frage ist: Wer? Es sind jene, die auf das Auto angewiesen sind, damit sie ihren Lebensunterhalt verdienen können und mit ihrem verdienten Brutto auch Steuergelder in das Staatssäckel fließen lassen. Je mehr gefahren wird, umso härter wird es den Autofahrer treffen, also ganz besonders die Pendler und berufliche Vielfahrer.

Welche Alternative haben denn Pendler und Vielfahrer? Sie fahren doch nicht zum Spaß in der Gegend rum, sondern tun genau das, was die derzeitige Wirtschaftslage von ihnen verlangt: Flexibel sein! Ich glaube nicht, dass Vielfahrer nur aus Freude zehntausende Kilometer fahren. Dazu sind die Spritpreise bereits zu hoch und die Autobahnen zu voll. Es ist einfach eine Notwendigkeit um sich und letztlich auch den Staat wirtschaftlich handlungsfähig zu machen. Genau dies ist die Ecke, welche die FDP unterstützt und bereit ist zu födern. Arbeit muss wirtschaftlich sein, mit diesem Vorschlag wird dem jedoch eher entgegengewirkt.

Dazu kommt, dass durch höhere Spritpreise auch wieder die Bereiche Transport und Logistik und andere unter Preisdruck geraten und diesen früher oder später weitergeben werden. In letzter Konsequenz würden damit auch wieder die Lebenshaltungskosten steigen und indirekt die Kaufkraft vermindern.

Umweltbewusstsein ruft man nicht durch wirtschaftliche Knebel hervor oder wie der Wirtschaftsexperte Rudolf Hickel von der Universität Bremen sagte: „Ökologische Vernunft kann nicht über den Benzinpreis herbei gesteuert werden.

Bitte Herr Köhler, den Ochsen den man braucht um den Karren aus dem Dreck zu ziehen, sollte man wenigstens nicht noch schlagen - auch nicht unüberlegt.

Lesen Sie hierzu auch folgende Berichte:

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Tagebau Inden: Sondersitzung zum Böschungsrutsch?

Autor: Peter Wagner Fr, 19. März 2010 17:40

Düsseldorf/Inden. Die Düsseldorfer Landtagsfraktionen von CDU und FDP fordern umfassende Informationen über den Böschungsrutsch im Braunkohletagebau Inden. Dazu haben sie am Freitag eine Sondersitzung des Unterausschusses für Bergbausicherheit beantragt.

Am Vortag war bekannt geworden, dass 450.000 Kubikmeter Erdreich an der «Arbeitsböschung» des Tagebaus Inden bei Jülich abgerutscht waren. Der Bereich lag nach Angaben von RWE Power in einer tektonisch auffälligen Zone.

Die Fraktionen fordern Informationen über das Ausmaß und die Ursachen des Kantenbruchs. RWE Power müsse darlegen, ob zu jeder Zeit die Sicherheit der Mitarbeiter und Anwohner gewährleistet war, stellte der Ausschuss-Vorsitzende Josef Hovenjürgen (CDU) in einer Mitteilung fest. Die nächste Ortschaft Inden-Schophoven liegt etwa ein Kilometer von der Böschung entfernt.

«Dem bergbautreibenden Unternehmen RWE muss klar sein, dass sich das langfristige Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger nur über eine offene, schnelle und möglichst umfassende Information gewährleisten lässt», sagte Hovenjürgen. RWE Power hatte die Öffentlichkeit über den Zwischenfall nicht sofort informiert.

Quelle: Aachener Nachrichten online, 19.03.2010

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Krischer fordert Betriebsstopp am Tagebau Inden

Autor: Peter Wagner Fr, 19. März 2010 10:36

Inden/Merken. Die Hangrutschung in der Nähe von Inden-Schophoven im Kreis Düren beschäftigt derzeit die Menschen in Merken. Der Grund: Dieser Dürener Ortsteil wird eines Tages ebenfalls in Nähe der Tagebau-Kante liegen.

Wie erst am Mittwoch bekannt wurde, sind am Samstag bei Schophoven rund 450.000 Tonnen Erdreich abgebrochen. Zum Vergleich: In Nachterstadt in der Lausitz sollen es zwei Millionen Tonnen Erdreich gewesen sein, die damals wegbrachen.

Noch am Montag hatte RWE Power in Niederzier ein Bergschadensforum veranstaltet. Aber auch da sei von dem Vorfall nicht die Rede gewesen. Josef Bellartz, Sprecher der IG-Merken, meinte: «Die Geheimniskrämerei macht uns natürlich misstrauisch.»

Und: Nach dem Unglück in Nachterstedt habe RWE zugesagt, ein Meßpunkte-Netz zu errichten, mit dem sich Hangrutschungen vorherbestimmen ließen.

Ob dieses Meßpunkte-Netz nun eigentlich funktioniert habe, würden die Mitglieder der IG-Merken gern wissen. Sie legen Wert darauf, dass in dieser Angelegenheit niemand Panik verbreiten möchte.

Der grüne Bundestagsabgeordnete Oliver Krischer forderte unterdessen: «Bis die Ursachen und Begleitumstände der Rutschung geklärt sind, muss der Betrieb im Tagebau Inden eingestellt werden.»

Krischer berief sich auf eine von der Landesregierung veröffentlichte Aufstellung aller Hangrutschungen der letzten 30 Jahre und sagte, die Rutschung vom vergangenen Samstag sei «die schwerste im rheinischen Braunkohletagebau seit 23 Jahren».

Krischer warnte vor einer Verharmlosung des Unglücks gegenüber der Öffentlichkeit. Es zeuge nicht von Transparenz und Offenheit, wenn das Unglück am vergangenen Samstag passierte und die Öffentlichkeit erst am Mittwoch und dann auch noch nur durch einen Zufall davon erfahre.

Quelle: Aachener Nachrichten online, 18.03.2010

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Kategorien: Gemeinde

Bericht Schulausschuss-Sitzung vom 19.03.2010

Autor: Michaela Wagner Do, 18. März 2010 19:26

An dieser Sitzung haben teilgenommen Patrick Erz (Ratsmitglied) und Michaela Wagner (Sachkundige Bürgerin).

Bereits bei der letzten Schulausschuss -Sitzung wurde über die probeweise Einführung der integrativen Beschulung an der GHS Inden ab dem Schuljahr 2010/11 informiert. Nachdem dies auch das Thema auf der Schulkonferenz vom 16.03. war, konnte in der heutigen Sitzung des Schulausschusses darüber abgestimmt werden. Da wir als FDP jede Förderung von Bildung begrüßen und unterstützen, haben wir dem Antrag zugestimmt. Zusammen mit den anderen Fraktionen konnte so ein einstimmiges Ergebnis für dieses Pilotprojekt erreicht werden.

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Deutschland braucht ein neues Steuersystem

Autor: Peter Wagner Do, 18. März 2010 09:19

"Wir bleiben dabei, dass Deutschland ein neues Steuersystem braucht." Mit diesen Worten unterstrich FDP-Parteichef Guido Westerwelle nach einer Präsidiumssitzung die Haltung der FDP in der aktuellen Steuer- und Sozialstaatsdebatte. Ein geschlossenes Konzept sei das Kernaliegen für den FDP-Bundesparteitag im April. Beschluss des Präsidiums: Liberale Sozialpolitik Symposium zur Sozialstaatsdebatte Liberale halten an Steuersenkungen fest

Das Präsidum der FDP hat am Montag das Thesenpapier ''Aufstiegschancen schaffen – auf dem Weg zum fairen Sozialstaat", das vergangene Woche auf einem Symposium vorgestellt worden ist, beschlossen. FDP-Chef Guido Westerwelle unterstrich einmal mehr die Notwendigkeit einer Reform des Sozialgestzgebung. "Wir wollen einen Sozialstaat der den Bedürftigen zur Seite steht. Wir wollen den treffsichern Sozialstaat", erläuterte Westerwelle.

Das Thesenpapier bilde die Grundlage für die Vorbereitung des Leitantrages, der auf dem Bundesparteitag im April verabschiedet werden soll. "Der Sozialstaat muss Menschen befähigen, in den ersten Arbeitsmarkt zurückzukehren." Insbesondere Kinder sollten Aufstiegs- und Einstiegschancen bekommen, so Westerwelle. Für ihn ist Sozialpolitik auch "gute Bildungspolitik." Er sieht sich in dieser Haltung auch dadurch bestärkt, dass nun auch die Sozialdemokraten über einen Neuanfang diskutieren.

Kleine und mittlere Einkommen müssen entlastet werden

Mit Blick auf die Steuerdebatte bekräftigte Westerwelle: "Wir bleiben dabei, dass Deutschland ein neues Steuersystem braucht." "Kleine und mittlere Einkommen müssen entlastet werden. Wir setzen auch weiterhin auf Steuergerechtigkeit und- Vereinfachung." Er zeigte sich bei der angestrebten Steuerreform kompromissbereit: "Wir haben nie gesagt, wir halten an 2011 fest". Es könne auch etwas später und in Stufen geschehen, die Reform müsse allerdings in der laufenden Legislaturperiode stattfinden. Die FDP werde für die anstehenden Gespräche "das notwendige Maß an Offenheit" mitbringen. Es gelte aber "ohne Wenn und Aber", was die Koalition vereinbart habe.

Genscher: Probleme Griechenlands haben Bedeutung für die ganze EU

Der Vizekanzler Guido Westerwelle stimmte überdies auch der Forderung des FDP-Ehrenvorsitzenden Hans-Dietrich Genscher zu, der von der Koalition eine entschlossene Haushaltskonsolidierung verlangt hatte. "Liebgewordene Positionen in Haushalt und Steuerrecht müssen ebenso zur Diskussion gestellt werden wie liebgewordene Zukunftspläne, die den Konsolidierungsprozess behindern könnten", hatte Genscher mit Blick auf Griechenland und den Euro in einem Beitrag für den ''Tagesspiegel" geschrieben. "Deutschland muss seine Position als Anker politischer, wirtschaftlicher und finanzpolitischer Stabilität erfüllen. Das ist zugleich ein Beitrag für die Entwicklung im Euroraum", so Genscher.

Quelle: FDP-Aktuell auf www.fdp-bundespartei.de, 18.03.2010

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Nächtlicher Kantenbruch im Tagebau

Autor: Peter Wagner Do, 18. März 2010 07:49

Inden. Bereits am Wochenende hat es am Rande des Tagebaus Inden einen Böschungs-Erdrutsch gegeben. Wie jetzt bekannt wurde, sackten in der Nacht zum Samstag 450.000 Kubikmeter Erdreich an der westlichen Abbaukante in Höhe von Inden-Schophoven ab.

Auf einer Breite von gut 100 Metern brach die Kante. Das geschah in einem Bereich, in dem nach Informationen unserer Zeitung noch am Tag zuvor Archäologen gearbeitet hatten. Menschen oder Gebäude blieben unbeschadet.

Der Direktor des Tagebaus Inden, Arthur Oster, bestätigte den Vorfall und sprach von einer «üblichen Betriebssituation». Das Geschehen sei zwar «nicht gewollt, aber prognostizierbar gewesen». Vergleiche zum Erdrutsch in der Lausitz (Nachterstedt) wies Oster entschieden zurück. Das dortige «Setzungsfließen hängt mit feinkörnigen Sanden und Wasser zusammen. Und beides haben wir hier bei uns nicht».

Der Erdrutsch im Tagebau Inden hingegen sei von «mehreren geologischen Sprüngen» verursacht worden, die an einer Stelle zusammenlaufen. Sie waren dem Tagebaubetreiber bekannt. Deshalb seien die schweren Geräte von RWE Power laut Oster «vorsichtig durchgefahren». Dennoch brach ein Teil ab. Die Erdmassen liegen nun «stabil unten» und würden im laufenden Betrieb der nächsten Wochen «mitgenommen». Die gebrochene «Arbeitsböschung» sei zudem mit den späteren «Endböschungen» nicht vergleichbar, die flacher und damit stabiler angelegt würden, sagte der Tagebauchef.

Quelle: Aachener Nachrichten online, 18.03.2010

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