1. Die SPD behauptet: Wir werden kein Kind mehr zurücklassen. Deshalb investieren wir umfassend in Bildung und Betreuung. Eltern und Kinder brauchen umfassende Unterstützung von Anfang an.
Worin die SPD investieren will ist eine Umstellung der Schullandschaft. Dies bedeutet einen hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand. Ob das Schulsystem dann wirklich besser wird, ist nirgendwo belegt. Wir plädieren dafür, dass mehr in konstruktive Bildung wie Lehrer, Lehrerausbildung, Lehrmittel, etc. investiert wird. Denn dies sind konkrete Hilfen und keine Wolkenschubserei.
2. Die SPD behauptet: Bildungschancen dürfen nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Wir schaffen die Gebühren ab – von der Kindertagesstätte bis zur Hochschule.
Statt neue Löcher in die Kassen von Land und Kommunen reißen zu wollen wäre es wohl besser wenn mit dem Geld konkrete Problemlösungen geschaffen werden. Beispielsweise könnten mit den Studiengebühren neue Dozenten finanziert werden, damit die teilweise desaströse Überfüllung in Vorlesungen bald der Vergangenheit angehört.
3. Die SPD behauptet: Wir schaffen die verbindliche Grundschulempfehlung wieder ab. Bei uns entscheidet wieder der Elternwille. Wir wollen, dass unsere Kinder länger gemeinsam lernen und ermöglichen das Abitur wahlweise nach 12 oder 13 Schuljahren. Keine Klasse soll mehr als 25 Schülerinnen und Schüler haben.
Dies hört sich eher nach Chaos an, jeder lernt so, wie es ihm gerade gefällt. Eine strukturierte Basis für weitere Bildungswege wird damit aufgeweicht. Kleine Klassen zu bilden ist ein gutes Ziel, allerdings kann das nur mit mehr Lehrern und Lehrmitteln erreicht werden. Wenn aber, wie unter 1. erwähnt, mehr Zeit und Geld investiert wird irgendwelche Schulverwaltungen neu zu ordnen, deren Sinn ohnehin fraglich ist, wie soll noch Zeit und Geld für dieses Ziel übrig bleiben? Zudem hat die bisherige schwarz-gelbe Landesregierung schon länger im Blick und hat genau aus diesen Gründen 8.000 Lehrerstellen geschaffen.
4. Die SPD behauptet: Kein junger Mensch soll mehr ohne Berufsabschluss bleiben. Deshalb werden wir die Ausbildungsgarantie durchsetzen.
Ein hehres Ziel aber einfach nur irgendwelche Ausbildungsplätze zu schaffen, nur um der Garantie gerecht zu werden kann nicht die Lösung sein. Hier bleiben doch die Schüler bzw. Auszubildenden auf der Strecke, weil sich viele in Berufen wiederfinden, in denen sie sich gar nicht wohlfühlen. Eine Pauschalisierung der Ausbildungsansprüche ist mit Sicherheit nicht förderlich für einen qualifizierten Arbeitsmarkt. Stattdessen sollten die Begabungen, Fähigkeiten und Vorlieben mit einer besseren Bildungspolitik gefördert werden.
5. Die SPD behauptet: Wir machen Schluss mit der Dumpinglohngesellschaft und kämpfen für einen gesetzlichen Mindestlohn und gegen den Missbrauch von Leih- und Zeitarbeitern. Wir stärken die Mitbestimmung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.
Dumpinglöhne sind der schlechten Wirtschaftslage geschuldet, welcher der SPD jahrelang Vorschub gegeben hat. In dieser wirtschaftlichen Lage auf höhere Löhne zu pochen bekämpft nur die Symptomatik. Wir denken, dass die Ursachenbekämpfung eine höhere Priorität haben sollte. Wenn die Wirtschaft wieder stabil ist haben alle eine Chance auf eine faire Bezahlung. Mitbestimmung ist eine gute Sache. Wenn diese allerdings zu Streiks führen, welche sich extrem auf die Volkswirtschaft auswirken, ist dies allerdings nicht zielführend. Letztlich schaden sich die Streikenden selbst und darüber hinaus auch alle anderen. Gemeinsam für alle eine wirtschaftlich stabile Lage schaffen, das ist unser Ziel.
6. Die SPD behauptet: Gesundheit darf kein Luxus werden – gerade für die Älteren. Deshalb stoppen wir die schwarz-gelbe Kopfpauschale nach dem 9. Mail im Bundesrat.
Gesundheit ist bereits Luxus, geschaffen durch eine schlecht umgesetzte Gesundheitsreform der SPD in den letzten Jahren. Wer die Kopfpauschale ablehnt, hat sie nicht verstanden und denkt zu kurz. Lesen Sie hier mehr über die positiven Auswirkungen dieser Umstellung. Das Vorhaben die Verbesserung der Gesundheitspolitik zu blockieren hört sich nach Trotz an, aufgrund fehlender Alternativen. Letztlich versucht die SPD nur von dem Kurs wegzukommen, welchen sie vor einigen Jahren selbst eingeschlagen hat.
7. Die SPD behauptet: Wir unterstützen unsere Städte und Gemeinden. Die schlechte Finanzlage darf nicht zu Schließungen von Kultureinrichtungen, Büchereien oder Schwimmbädern führen. Für uns gilt: Stadt und Land – Hand in Hand!
Dass die Kommunen häufig der finanzielle Haushalt drückt ist auf die langjährige Politik der SPD zurückzuführen. Der jetzige Zustand ist das Ergebnis davon und nicht neu gemacht. Zudem kommt die derzeit schlechte Wirtschaftslage. Ein Grund mehr die Wirtschaft zu unterstützen und damit die Leute stark zu machen, welche Haushaltssanierungen auch finanziell tragen können. Letztlich muss die bestellte Musik immer jemand bezahlen!
8. Die SPD behauptet: Wir stoppen den schwarz-gelben Ausverkauf im sozialen Wohnungsbau und sorgen dafür, dass es auch künftig noch familien- und altergerechte Wohnungen zu bezahlbaren Preisen gibt.
Es gibt viele Förderprogramme bei denen insbesondere kinderreiche Familien, Alleinerziehende und junge Ehepaare, sowie ältere Menschen und Schwerbehinderte die größten Aussichten haben, diese in Anspruch nehmen zu können. Zudem sollte differenziert werden, denn der Abbau in Gebieten wo es einen Überhang gibt, um diese Mittel in anderen Gebieten zu investieren wo es Bedarf gibt, ist weniger als Ausverkauf, sondern vielmehr als intelligente Umschichtung nach Bedarf zu sehen.
9. Die SPD behauptet: Mit uns bleibt es beim Atomausstieg. Wir nutzen den Klimaschutz als Fortschrittsmotor für unser Land. Erneuerbare Energien und effiziente Technologien sorgen für neue Arbeitsplätze und stärken die Wirtschaft in NRW. Wir stehen zu unseren heimischen Energieträgern.
Sicher ist es notwendig langfristig auf alternative Energien zu setzen. Aber derzeit stecken viele Technologien noch in den Kinderschuhen. Von technischen Problemen angefangen über die Fraglichkeit, ob manche Technologien überhaupt umweltschonen sind, bis hin zur Frage der Finanzierbarkeit. Die immensen Energiekosten drücken die Bürger schon jetzt. Die weitere Subventionierung von Steinkohle kann man auch nicht unbedingt als Investition in umweltschonende Energien sehen. Und insbesondere der Indener Bürger wird feststellen, dass mit den heimischen Energieträgern unter anderem auch der Tagebau Inden gemeint ist. Was wird wohl passieren, wenn die Kohle unter den verbleibenden Dörfern der Gemeinde Inden mangels Alternativen wieder Wert gewinnen?
10. Die SPD behauptet: Hannelore Kraft kämpft für ein erfolgreiches, soziales und gerechtes NRW. Sie steht für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft des sozialen Miteinanders und ein NRW, in dem es fair und gerecht zugeht.
In NRW wird es fair und gerecht zugehen, wenn Leistung wieder belohnt wird. Statt Geld verteilen zu wollen was NRW nicht hat um Lösungen zu schaffen die nicht funktionieren werden, sollten lieber Anreize für die Bürger geschaffen werden ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Selbstverantwortlich zu denken und zu arbeiten macht nicht nur zufrieden und stolz, sondern stärkt die Gemeinschaft. Wir wollen den einzelnen Bürger stark machen und mit in eine liberale Gemeinschaft integrieren. Der Bürger soll spüren, dass sich sein Einsatz lohnt. Leistung muss wieder belohnt werden. Auch muss sich Hannelore Kraft die Frage gefallen lassen, ob es fair ist, den Bürgern eine klare Aussage zum Thema Koalition mit den Linken zu verweigern. Bis heute bezieht sie dazu keine klare Position.