Freier Blick vom Indemann: Kettensägen schlagen Schneise frei

Autor: Peter Wagner Sa, 27. November 2010 15:46

Inden. Nur noch wenige Tage, dann knattern auf der Goltsteinkuppe die Motorsägen und treiben eine Schneise durch den Wald, die vom Indemann aus eine neue Sichtachse Richtung Tagebau und künftigem Restsee eröffnet.

Doch auf der rekultivierten Abraumhalde wird nicht nur abgeholzt, im Kernbereich des Naherholungsgebietes wird auch weiter gebaut.

Im Indener Ausschuss für Gemeindeplanung und -entwicklung stand die Errichtung eines Restaurants zur Tagesordnung. Der Aachener Architekt Günter Helten, der auch das Science College in Barmen geplant hat, erläuterte seine Vorstellungen für den Gastronomiebetrieb und den Platz zwischen Indemann und Restaurant, die er anhand von Entwürfen vorstellte.

Entlang der neuen Sichtachse möchte Helten das Restaurant genau auf die Kante des Hangs der Halde platzieren, die gleichzeitig Startpunkt für so genannte Downhill-Aktivitäten ist. Beispiele sind Paragliding, eine Sommerrodelbahn oder rasante Abfahrten mit dem Mountainbike.

Aus Stahl, Glas und Lärchenholz gebaut, eröffnet das Restaurant Ausblicke auf den 36 Meter hohen Indemann und talwärts Richtung Tagebau. Da im Gutachten des Hotel- und Gaststättengewerbes noch ein Halbjahresbetrieb favorisiert wurde, fällt das Raumprogramm bescheiden aus.

Gastronom Lersch aus Eschweiler als potenzieller Pächter hat allerdings Interesse an einer ganzjährigen Nutzung und wünscht sich auch die Möglichkeit, den Gastraum mit Schiebeelementen zu unterteilen. Technische Bäume in Form mit LED beleuchteter Sonnensegel sollen den zentralen Veranstaltungsplatz säumen, der auch über eine Bühne verfügt. Günter Helten und Peter Smeets, der die weiteren Angebote für die Goltsteinkuppe konzipiert, legen Wert auf eine «Planung, die sich selbst trägt». 

Während die Grünen das Konzept wegen der Baumopfer ablehnen und die FDP die Wirtschaftlichkeit der vorgestellten Lösung bezweifeln, fand die Qualität der Pläne bei CDU und SPD großen Anklang. Eventuell erfolgt die Umsetzung, finanziert vom indeland, über den Indener Haushalt.

Quelle: an-online

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Trotz Überschuss bleibt Inden im Nothaushalt

Autor: Peter Wagner Sa, 27. November 2010 15:37

Inden. Frohe Botschaften in puncto Gemeindefinanzen verkündete Indens Bürgermeister Ulrich Schuster am Donnerstag im Hauptausschuss: Die vom Landtag beschlossenen Veränderungen im Gemeindefinanzierungsgesetz schlagen sich für Inden in nachträglichen Verbesserungen für 2010 in Höhe von rund 93.000 Euro nieder.

Noch schwerer wiegen die Gewerbesteuernachzahlungen 2009 und 2010 von RWE als größtem Steuerzahler der Gemeinde, die sich auf rund 8,8 Millionen Euro summieren. 

Die Wermutstropfen lieferte Schuster allerdings gleich mit. Da diese «Einmaleffekte» keine Auswirkungen auf die mittelfristige Finanzplanung haben, kann die Gemeinde, obwohl sie aktuell Überschüsse ausweist, paradoxerweise kein genehmigungsfähiges Haushaltssicherungskonzept (HSK) vorlegen und bleibt damit im «Nothaushalt» gefangen. Zudem, so der Bürgermeister weiter, haben die hohen Gewerbesteuereinnahmen den Effekt, dass die Gemeinde Inden 2012 fast zehn Millionen Euro Kreisumlage zahlen muss.

Geringere Vorauszahlungen

Weiterhin berichtete Schuster, dass RWE aufgrund der Brennelementesteuer im kommenden Jahr eine um gut 500000 Euro reduzierte Vorauszahlung auf die Gewerbesteuer zu zahlen habe. 

Diese Nachricht rief den Landtagsabgeordneten Josef Wirtz (CDU) auf den Plan. «Das ist für mich unbegreiflich», wunderte er sich darüber, dass der Energiekonzern offenbar ein Finanzamt gefunden habe, das die Vorauszahlungen geändert habe, für die es noch gar keine gesetzliche Grundlage gebe. «So geht das nicht», schimpfte Wirtz.

Dass die Kommunen am Ende die Dummen sind, befürchtet auch Josef Johann Schmitz (SPD). Der Gesetzgeber habe die Pflicht, Ausfälle durch die Brennelementesteuer bei der Gewerbesteuer auszugleichen, schlug er in die gleiche Kerbe. Allerdings bewege sich bisher nicht viel. Schmitz: «Wir müssen das ausbaden.»

Zum Neuen Kommunalen Finanzmanagement (NKF) gab der Bürgermeister einen kurzen Sachstandsberichtet. Demnach wartet die Gemeinde derzeit auf Testate der Jahresbilanz und der Jahresrechnung.

Quelle: an-online

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Der Tagebau-Feinstaub ist «im Griff»

Autor: Peter Wagner Sa, 27. November 2010 15:33

Inden/Niederzier. Die Feinstaub-Konzentrationen rund um die beiden Tagebaue Hambach und Inden im Kreis Düren bewegen sich stabil innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte. Das erklärte Professor Peter Bruckmann vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) am Freitag im Indener Rathaus.

Der Landtags-Unterausschuss für Bergbausicherheit tagte dort und hatte einen Rapport angefordert.

Bis zu 35 Grenzwert-Überschreitungen pro Jahr seien zulässig, erklärte Bruckmann und präsentierte eine Übersicht der Messstellen. Seine Bilanz: «Im Rheinischen Revier werden alle Grenzwerte eingehalten - in Niederzier jetzt im vierten Jahr in Folge.» 

Das war nicht immer so, die Messstelle nahe des Tagebaus Hambach ermittelte 2004 und 2005 zu viele Überschreitungen (48 beziehungsweise 42 Fälle im Jahr), seit 2006 aber hätten die vom Landesamt und RWE Power ergriffenen Maßnahmen im Rahmen der Luftreinhaltepläne Wirkung gezeigt. Im laufenden Jahr wurden die Grenzwerte 27-mal überschritten.

Zu diesen Maßnahmen gehören zum Beispiel Beregnungsanlagen oder permanent befeuchtete Transportwege. Die größten Staub-«Quellen» sind nach Angaben von Markus Kosma (RWE Power) die Förderanlagen, die Transportvorrichtungen und freiliegende Flächen in den Tagebauen. Sein Unternehmen hat in Verbindung mit der RWTH Aachen einen erfolgreichen Versuch gestartet, einen «Feinstaubkleber» zu testen. Das ist eine Magnesiumchlorid-Lauge, die den Staub besser bindet und die Flächen länger feucht hält. 

In Inden sind die Erkenntnisse noch dürftig, da die Messstation in Lamersdorf noch nicht lange Daten liefert. In 2009 aber registrierte sie 23 Grenzwertüberschreitungen. Möglicherweise ändert sich die Datenlage, wenn - wie beschlossen - die Messstelle 2011 in Schophoven aufgebaut wird.

Anwohner und Ausschussmitglied Josef Wirtz erklärte, dass bei extremen Wetterlagen und im Sommer vor allem Grobstäube aus dem Tagebau wirbeln und die Anwohner beeinträchtigen. Zudem zeigten die Beregnungsanlagen auf dem Wall bei Schophoven bei starkem Wind keine Wirkung.

Quelle: an-online

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Tagebauschäden: Schlichtungsstelle schlecht ausgestattet

Autor: Peter Wagner Sa, 27. November 2010 15:30

Inden. Die von Betroffenen hart erkämpfte Schlichtungsstelle für Tagebaugeschädigte in NRW hat ihre schlechten Startbedingungen beklagt. Es fehle kompetentes und erfahrenes Personal, machte der Vorsitzende und frühere Richter Gero Debusmann am Freitag in Inden deutlich.

Die Unterbringung in einem fast leerstehenden Trakt der Bezirksregierung Köln sei «suboptimal». Die materielle Ausstattung entspreche nicht einmal dem mittleren Standard, sagte er dem Unterausschuss Bergbausicherheit des Landtags. Auch der Ausschuss hatte sich für diese Schlichtungsstelle eingesetzt.

Es hagelt Kritik

Seit dem Start der Stelle im September seien drei Streitfälle eingereicht worden. Für zwei Fälle beginne die Schlichtung im Dezember. Die überraschend niedrige Zahl erklärte Debusmann mit der fast nicht stattgefundenen Öffentlichkeitsarbeit der Bezirksregierung. «Außer einer Pressemitteilung der Bezirksregierung hat es keine Öffentlichkeitsarbeit dafür gegeben», stellte er fest: «Diplomatisch ausgedrückt, die Stelle ist zäh angelaufen.»

Es hagelte fraktionsübergreifend Kritik. Die Bezirksregierung habe nicht einmal die Anrainer-Kommunen der Tagebaue informiert, stellte Josef Wirtz (CDU) fest. So könnten die Menschen auch nicht erfahren, dass es eine solche Stelle gebe. «Was da bis heute gelaufen ist, ist grottenschlecht», sagte er. Wenn es bis zur nächsten Sitzung im Januar keine Änderung gebe, müsse sich der Landtag damit befassen.

Die Stelle ist bei der Bezirksregierung Köln angesiedelt und wird darüber auch bezahlt. Die neue Regierungspräsidentin Gisela Walsken habe angekündigt, die Dinge zu regeln, sagte Reiner Priggen (Grüne).

Der bei der Bezirksregierung Köln angesiedelte Braunkohlenausschuss und RWE hatten anhaltenden Widerstand gegen die Anrufungsstelle «Bergschaden Braunkohle NRW» geleistet. Bergbaugeschädigte Hauseigentümer können die Stelle beim Streit um Entschädigungen kostenlos einschalten. 

Der Vorsitzende Debusmann ist auch Vorsitzender der Schlichtungsstelle für die Steinkohle in Essen. Betroffene im Rheinischen Braunkohlenrevier hatten immer wieder kritisiert, dass sie kaum eine Chance auf Anerkennung von Tagebauschäden hätten.

Quelle: an-online

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Brandschutz in der Alten Schule Frenz

Autor: Peter Wagner Sa, 20. November 2010 23:25

Inden. Mittel aus dem Konjunkturprogramm II in Höhe von mehr als 50.000 Euro will die Gemeinde für den Brandschutz im Dorfgemeinschaftshaus Alte Schule in Frenz investieren.

Nachdem sich die Mitglieder des Bauausschusses in Frenz vor Ort umgesehen hatten, erläuterte Erika Wald vom Aachener Planungsbüro im Sitzungssaal des Rathauses die vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen.

Ziel ist es, genügend Rettungswege und ausreichend große Ausgänge zu schaffen bzw. diese gegen die Einwirkungen eines Brandes zu sichern. 

In Erd- und Kellergeschoss ist demnach der Einbau diverser Brandschutztüren vorgesehen, die einem Feuer mindestens 30 Minuten standhalten. 

Um Versammlungs- und Lagerräume zu separieren, sind im Keller zusätzliche Trennwände vorgesehen, die sogar 90 Minuten ein Feuer daran hindern können, sich im Haus weiter auszubreiten. Als Notausgänge stehen im Untergeschoss zudem ausreichend große Fenster zur Verfügung. 

Mit dem Kreis abgestimmt

Auf Nachfrage von Josef Johann Schmitz (SPD) bestätigte Wald, dass die «relativ einfache Ertüchtigungsmaßnahme» mit dem Kreis Düren abgestimmt sei. Da Brandschutzkonzept und Baumaßnahmen genehmigungspflichtig sind, werde die Behörde ohnehin nach Einreichen des Bauantrags die gefundene Lösung für die Alte Schule Frenz prüfen.

Quelle: an-online

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Neue Regierung in Frenz

Autor: Jörn Langefeld Sa, 13. November 2010 17:39

Die KG Frenzer Burgnarren inthronisierte am gestrigen Abend das neue Prinzenpaar.

Prinz A L F R E D I. (Bündgens)

Prinzessin S A B I N E I. (Bündgens)

und deren Adjutanten Resi Vinken & Willi Bardenheuer

wir wünschen dem Prinzenpaar und ihren Adjutanten ein gutes Gelingen für die kommende Session.

 

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Für dieses Verhalten gibt es nur ein Wort: Heuchelei!

Autor: Peter Wagner Do, 11. November 2010 10:24

Der Castor-Transport vom Wochenende hat am Mittwoch das Parlament beschäftigt. Christian Lindner, Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft des Bundestags, kritisierte die gesetzeswidrige Praxis des Schotterns und die Protestkultur der Grünen-Partei. Die FDP-Fraktionschefin Birgit Homburger hatte zuvor in einem offenen Brief an Jürgen Trittin (Grüne) den Widerspruch zu seiner Haltung als Umweltminister kritisiert.

Von Freitag bis Dienstag wurden Castor-Behälter auf Straße und Schiene von der Wiederaufbereitungsanlage LaHague in das Zwischenlager Gorleben transportiert. Auf der Strecke kam es mehrfach zu massiven Protesten. Bereits im Vorfeld hatten Aktivisten dazu aufgerufen, die Gleise zu schottern. Beim Schottern werden die Steine aus dem Gleisbett entfernt und die Bahnstrecke unterhöhlt.

Zu Beginn seiner Rede verwies Lindner auf Statements des ehemaligen Bundesumweltministers Jürgen Trittin von 2001. Damals hatte dieser die Transporte genehmigt, da er sie als notwendig erachtete. Derselbe Trittin ruft heute jedoch zu Protesten gegen den Transport auf. „Für dieses Verhalten, in der Regierung zu Verantwortung zu mahnen und in der Opposition hysterisch zu agieren, gibt es nur ein Wort: Heuchelei!“, so Lindner.

Es sei vollkommen in Ordnung, die eigene Meinung zu äußern. Die Grenze sei jedoch überschritten, wenn Demonstranten ihre Meinung „durchsetzen“ wollten „durch Gewalt und durch Schottern“. Dies sei kein „fantasievoller Protest“ gewesen, wie von Kirsten Lühmann (SPD) behauptet. Wenn Demonstranten einerseits vor Castor-Transporten warnen und dann das Gleisbett beschädigen, und dies von Grünen und Linkspartei unterstützt werde, dann sei dies „blutrot-grüner Zynismus“, so Lindner.

Eben keine Sternstunde der Demokratie

Entgegen der Behauptungen der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Renate Künast sei der Protest eben „keine Sternstunde der Demokratie“ gewesen. Demokratie heiße nämlich die Rechtssprechung anzuerkennen. Wenn der Protest von den Grünen also als „Sternstunde der Demokratie“ bezeichnet werde, „dann haben die Grünen aufgehört eine rechtsstaatliche Partei zu sein“, so Lindner. „Wer zu Gesetzesüberschreitung aufruft, diskreditiert sich, Gesetze zu machen.“

Lindner kritisierte zudem den Vorwurf der Opposition, die schwarz-gelbe Koalition habe den Energiekonsens aufgelöst. Es habe lediglich den Konsens gegeben, die Suche nach einem Endlager abzubrechen, monierte der FDP-Generalsekretär. Die christlich-liberale Koalition stelle sich nun dieser Frage und beschäftige sich damit, wie man eine Brücke in das Zeitalter der Erneuerbaren Energien bauen kann.

Abschließend verwies Lindner darauf, dass ein Bestandteil der rot-grünen Übereinkunft zum Energiekompromiss gewesen sei, aus Atom- und Kohlestrom auszusteigen und die Energie aus Gas massiv auszubauen. Dies seien Beschlüsse gewesen, die unter Kanzler Gerhard Schröder (SPD) und Vizekanzler Joschka Fischer (Grüne) getroffen wurden, die heute beide für Gas-Konzerne arbeiten.

Schottern ist kein Volkssport

FDP-Rechtsexperte Marco Buschmann unterstrich, dass man keineswegs ausschließlich von friedlichen Protesten sprechen könne, wenn man sich die Bilanz des Wochenendes ansehe. Viele Polizisten seien verletzt und ein Polizeifahrzeug sogar angezündet worden. „Nichts zieht ihr politisches Anliegen so in den Schmutz“, so Buschmann an die Adresse der Grünen- und Linke-Fraktion.

„Schottern ist kein Volkssport“, so Buschmann weiter. „Wer etwas tut, damit Züge entgleisen, der gefährdet Menschenleben.“ Daher sei das Schottern zurecht ein Straftatbestand, der Menschenleben schützen soll. Welchen Vorwurf könne man jedoch Schotterern machen, wenn sogar Mitglieder gesetzesgebender Organe dazu aufrufen.

Buschmann kritisierte zudem, dass die Aktivisten sich bei ihren Protesten auf das „Widerstandsrecht“ beziehen würden. Dieses Widerstandsrecht sei geboren „aus der Idee, sich dagegen zu wehren, dass die Nationalsozialisten die Demokratie abschaffen“. Wer dies mit den Castor-Transporten vermische, sei nicht ernst zu nehmen, so Buschmann.

Blockade der Nachschubwege der Polizei war „künstlich erzeugter Stress“

Die liberale Expertin für Reaktorsicherheit, Angelika Brunkhorst, betonte, dass Deutschland ein Rechtsstaat sei, in dem es gutes Recht sei, friedlich zu demonstrieren. So seien es auch mehrheitlich friedliche Proteste gewesen. Einzelne Aktionen, wie die Trecker-Blockaden, jedoch nicht. Damit sei der Nahrungsmittelnachschub und der Personalaustausch blockiert worden. Dies sei künstlich erzeugter Stress gewesen und somit eine "menschenverachtende Aktion". Brunkhorst nannte die Protest-Aufrufe der Grünen ebenfalls „scheinheilig“, da diese wüssten, dass die Transporte durchgeführt werden müssen.

Quelle: an-online

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Kategorien: Bundespolitik

Als die Braunkohle hier Berge versetzte

Autor: Peter Wagner Mi, 10. November 2010 09:26

Eschweiler. Im Jahr 1909 begann die «Gewerkschaft Zukunft» mit dem Aufschluss des Tagebaus zwischen Weisweiler und Dürwiß. Ein Jahr später wurde dort die erste Kohle gefördert.


Unter dem Titel «100 Jahre Braunkohle aus Eschweiler» erinnern der Eschweiler Geschichtsverein und die Stadt bis zum 25. November mit einer Ausstellung im Foyer des Rathauses an diese Ereignisse.

Am Montagabend wurde im Beisein zahlreicher Gäste die Ausstellung, die bemerkenswerte Eindrücke zur Geschichte des Bergbaus in Eschweiler und Umgebung, aber auch zur Entstehung der Kohle und der damit einhergehenden Erdgeschichte vermittelt, eröffnet.

«Das Thema Braunkohle hat die Stadt Eschweiler geprägt und wird dies auch weiterhin tun. Als Energiestadt werden wir auch in der Zukunft weiterhin mit der Kohle leben. Wichtig ist nicht nur, was war, sondern auch, was daraus wird», betonte Bürgermeister Rudi Bertram während seiner kurzen Begrüßungsrede. «Wir können die Förderung nicht einfach von heute auf morgen einstellen. Schließlich hängen zahlreiche Arbeitsplätze davon ab», so der Verwaltungschef. 

Anschließend führte mit Simon Küpper der Vorsitzende des Geschichtsvereins in die Ausstellung ein: «100 Jahre Förderung des «braunen Goldes» erinnert an eine Zeit, in der in Eschweilers Norden zwischen der heutigen A4 und Jülich im wahrsten Sinne des Wortes Berge versetzt wurden. Zunächst mit Hacke und Schaufel, dann mit riesigen Baggern», erinnerte er. 

Vergessen werden dürfe aber nicht, dass es auch «Opfer» des Tagebaus gegeben habe. «Nicht wenige Menschen mussten ihre Heimat verlassen», ließ Simon Küpper auch die Schattenseiten nicht aus dem Blick. «Allerdings hat der Tagebau keinesfalls eine zerstörte Kulturlandschaft hinterlassen», wies der Vorsitzende auf die Entstehung des Blausteinsees sowie die renaturierte Inde hin.

Jahre der Umsiedlung

Mit Franz Wings, dessen ehemaliger Heimatort Langendorf zwischen Fronhoven und Lohn dem Tagebau weichen musste, kam einer der Betroffenen zu Wort. «Zu Beginn der 50er Jahre hieß es bereits, «die Rheinbraun baggert uns weg». Wir haben dies verdrängt, aber die Rheinbraun kam», blickte der Wahl-Dürwisser zurück. 

1957 starteten die ersten Verhandlungen mit den Vertretern des Unternehmens, doch Anfang der 60er Jahre konnte zumindest vorübergehende Entwarnung gegeben werden. «Diese lautete, dass wir noch zehn Jahre Zeit hätten», so der frühere Landwirt, der seinen Hof jedoch aufgeben musste und 1971 eine Stelle bei der Zollverwaltung antrat. 

Ein Jahr später fand die Umsiedlung der Bewohner Langendorfs statt, 1977 wurde das Dorf abgebaggert. Franz Wings fand mit seiner Familie eine neue Heimat in Dürwiß. «Nach der Umsiedlung war dies unser Zielwohnort», freundete er sich mit seinem neuen Wohnumfeld schnell an. «Allerdings ist nicht jeder Fall so glatt gelaufen. 

Viele damals ältere Menschen hatten größere Schwierigkeiten, ihre Heimat zu verlassen», gab Simon Küpper zu bedenken. Zuvor hatte auch Gerhard Hofmann, Direktor des Kraftwerks Weisweiler, ein kurzes Grußwort gesprochen. «Diese Ausstellung eröffnet die Gelegenheit, die Tradition des Bergbaus in Eschweiler den Menschen ins Gedächtnis zu rufen.»

Musikalisch gestaltet wurde die Ausstellungseröffnung vom RWE-Chor unter der Leitung von Chordirektor Ernst Matthias Simons, der unter anderem den Bergmannsgruß «Glück auf» in beeindruckender Manier hören ließ.

Zu besichtigen ist die Ausstellung bis Donnerstag, 25. November, zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses. Die Vertreter des Geschichtsvereins wollen nicht zuletzt Schulklassen die Gelegenheit geben, die Ausstellung zu besuchen und stehen für Führungen bereit. Weitere Informationen sind bei Simon Küpper unter 02403/52277 und Leo Braun unter 02403/21104 zu erhalten.

Der Abbau der Braunkohle an langen Abbaufronten machte es notwendig, etliche Ortschaften komplett aufzugeben und deren Bewohner umzusiedeln. Betroffen waren bzw. sind die Orte Erberich (Umsiedlung 1979, abgebaggert 1981 - 1985), die Westhälfte von Fronhoven (1972/1974), das Rittergut Hausen (1969, 1976), Langendorf (1972/1977), Langweiler (1970/1973), Laurenzberg (1972/1974), Lohn (1972/1974), Lürken (1963/1965), Obermerz (1971/1972), Pattern (1990/1992), Pützlohn (1962-1972/1975), Velau, Ortsteil von Hehlrath (1952 abgebaggert), Inden (1999/2005), Altdorf (1999/2005), Pier (zur Zeit in der Umsiedlung).

 

Quelle: an-online

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Kategorien: Gemeinde

DSL-Initiative auf der Zielgeraden

Autor: Peter Wagner Di, 09. November 2010 08:29

Inden/Kreis Düren. Die Breitbandinitiative biegt auf die Zielgerade ein. Für immer mehr Haushalte im Kreis Düren ist schnelles Internet in greifbarer Nähe, wie ein Blick auf die DSL-Karte des Kreises zeigt.

«Wir haben bereits sehr gute Erfolge zu verzeichnen, flächendeckend im Kreis eine Übertragungsrate von 16 Mbit anbieten zu können», läutet Landrat Wolfgang Spelthahn jetzt die letzte Runde ein.

Noch aber sind die 1,5 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II, die der Kreis für schnelles Internet zur Verfügung stellt, nicht komplett abgerufen, noch können Kommunen Lücken auf ihrem Gebiet schließen, vorausgesetzt sie beteiligen sich - wie in der Initiative vereinbart - mit 50 Prozent an der Maßnahme.

Noch sind Gelder aus dem Konjunkturpaket II übrig

«Oft sind es schon vergleichsweise kleine Schritte, die ausreichen», betont Spelthahn, wohl wissend, dass er nicht in allen Rathäusern Gehör gefunden hat. Aber mehr als das Geld anbieten, könne der Kreis nun einmal nicht.

Paradebeispiel ist die am Montag vorgestellte Maßnahme in der Gemeinde Inden. Für etwas mehr als 56.000 Euro können jetzt auch Frenz und Lucherberg per Glasfaser an die Datenautobahn angeschlossen werden. Rund 1050 Haushalte profitieren von der Ertüchtigung des Netzes, die binnen fünf Monaten in Lucherberg und in zwölf in Frenz realisiert sein soll.

«Mit dem Ausbau ist die Gemeinde dann gut aufgestellt», freut sich Schuster, zumal die beiden Ausbaupartner zugesichert haben, in Zukunft auch höhere Datengeschwindigkeiten ermöglichen zu wollen.

Schuster betont aber auch, dass der Ausbau ohne die kommunale Finanzspritze aus den KII-Mitteln wohl Wunschdenken geblieben wäre. Mehrfach habe die Gemeinde in der Vergangenheit Gespräche geführt. «Wir konnten aber keines der Unternehmen so richtig begeistern», spricht Schuster ein Phänomen an, dass Landrat Spelthahn in den letzten Monaten immer wieder beobachtete: «Ohne öffentliche Mittel scheuen die Anbieter in ländlichen den ersten Schritt.»

Ermunterung für die Kommunen

Deshalb ermuntert er noch einmal alle Kommunen, die letzten zur Verfügung stehenden Gelder abzurufen. Denn um Mittel aus dem Konjunkturpaket nicht zu verschenken, will der Kreis einen etwaigen Rest aus dem Internetprogramm im Dezember in andere Projekte umschichten.

Quelle: an-online

 

Anmerkung:

Wenn es Geld gibt, stürzen sich die Kommunen normalerweise darauf wie die Geier. Dass bei diesem Thema Geld liegengelassen wird, liegt offensichtlich an der lethargischen Haltung (aus welchem Grund auch immer) der politisch führenden Fraktionen, jeweils an der Spitze, der Bürgermeister.

Faszinierend auch, dass hier dieser Ausbau so positiv beschrieben wird. Ja, dass endlich Breitband kommt, ist positiv. Aber nicht der Weg dorthin. Der Bedarf besteht bereits seit einigen Jahren und auch seit geraumer Zeit stehen Förderungen von Land und Kreis zur Verfügung - lange Zeit ungenutzt. Dass Inden erst jetzt aus dem Dornröschenschlaf erwacht und bis vor nicht allzu langer Zeit wenig bis gar nichts zielführendes in dieser Richtung geschehen ist, ist in dem Artikel nicht zu finden. Vielmehr wird der Eindruck erweckt, als habe Bürgermeister Schuster den Ausbau zügig und zielführend vorangetrieben. Ein Zeichen für die Unwissenheit des Redakteurs und die Fähigkeit des Bürgermeisters sich besser ins Licht zu stellen, als er ist.

Trotz alledem freue ich mich auf diesen technologischen Ausbau, der endlich einen Internetzugang ermöglicht, welcher woanders bereits lange Standard ist. Wenn er denn kommt, und nicht als Beschluss hängen bleibt - wie der Fuß-Radweg an der L241 Wink

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Außerordentlicher Landesparteitag der FDP-NRW

Autor: Peter Wagner Mo, 08. November 2010 11:57

27.11.10 | Dortmund

Auf einem Sonderparteitag in Dortmund wird die FDP-NRW ihre neue bzw. ihren neuen Landesvorsitzenden wählen.

Zeit: 11.00 Uhr

Adresse:
Halle 3 der Westfalenhallen,
Rheinlanddamm 200
44139 Dortmund

Veranstaltungsort* : Dortmund - Westfalenhalle

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Kategorien: Landespolitik