Verfassungsgericht: Rot-grüner Haushalt in NRW gestoppt

Autor: Jörn Langefeld Di, 18. Januar 2011 21:12
Schwere Schlappe für die rot-grüne Minderheitsregierung: Der nordrhein-westfälische Verfassungsgerichtshof hat den rot-grünen Nachtragshaushalt 2010 gestoppt. Das Urteil könnte weitreichende Folgen haben.
Wie das Gericht am Dienstag in Münster mitteilte, wurde der Landesregierung „durch einstweilige Anordnung der Vollzug des Nachtragshaushaltsgesetzes 2010 untersagt“.

Das Gericht gab der rot-grünen Minderheitsregierung in Düsseldorf auf, bis zu einer endgültigen Entscheidung über die Verfassungsmäßigkeit des Nachtragsetats von einem Abschluss der Kassenbücher für das Haushaltsjahr 2010 abzusehen. Außerdem soll die Landesregierung bis dahin keine weiteren Kredite auf der Basis des Nachtragshaushaltsgesetzes 2010 aufnehmen.

Der rot-grüne Nachtragsetat war im Dezember mit absoluter Mehrheit vom Düsseldorfer Landtag verabschiedet worden. Damit stieg die Nettoneuverschuldung von 6,6 auf 8,4 Milliarden Euro. Die Opposition klagt unter anderem wegen der Überschreitung der Kreditverfassungsgrenze. Diese besagt, dass die neuen Schulden die Investitionen im Haushalt nicht überschreiten dürfen. CDU und FDP beklagen auch die zusätzliche, 1,3 Milliarden Euro hohe Risikovorsorge für WestLB-Altlasten.

Neuwahlen denkbar

 

 

Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) hatte den Vorwurf der Verfassungswidrigkeit scharf zurückgewiesen. Die schwarz-gelbe Vorgängerregierung sei verantwortlich für die höheren Kredite. CDU und FDP hätten im ersten Entwurf des Etats zu wenig Mittel für Kommunen, Kitas und WestLB-Altlasten eingeplant.

Im Hauptsacheverfahren will das Landesverfassungsgericht am 15. Februar mündlich verhandeln. Der Nachtragsetat für das vergangene Jahr gilt als bislang wichtigstes Gesetzesvorhaben, das die rot-grüne Landesregierung mit Hilfe der Linken im Düsseldorfer Landtag durchsetzen konnte. SPD und Grünen fehlen im Landesparlament eine Stimme zur absoluten Mehrheit.
Das Urteil könnte weitreichende Folgen haben. Denkbar sind auch Neuwahlen im bevölkerungsreichsten Bundesland. Denn politisch ist unklar, wie die Regierung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) ohne gültigen Haushalt weiterregieren kann und will. Die Grünen hatten unlängst Neuwahlen für diesen Fall angekündigt.
Quelle: Focus

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Vielleicht ist noch etwas zu retten

Autor: Jörn Langefeld Do, 13. Januar 2011 16:48

Aktuelles aus der Landtagsfraktion

Papke: Verfassungsgericht will vorläufigen Verzicht der Landesregierung auf neue Schulden

(Düsseldorf, 12. Januar 2011) Der Verfassungsgerichthof hat die Landesregierung heute um eine verbindliche Erklärung bis zum 17. Januar, 12 Uhr, gebeten, ob sie bereit sei, von einer „auf das Nachtragshaushaltsgesetz 2010 gestützten Kreditaufnahme zur Deckung von Zuführungen an Rücklagen und Sondervermögen bis zur Entscheidung in der Hauptsache abzusehen“. Das Gericht gehe davon aus, dass bis zum Zeitpunkt dieser Erklärung keine entsprechende Kreditaufnahme erfolge. Der Verfassungsgerichtshof beabsichtige nach derzeitigem Beratungsstand, seine Entscheidung in der Hauptsache innerhalb der nächsten drei Monate zu treffen.

Dazu erklärt der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Gerhard Papke: „Der Verfassungsgerichtshof will offensichtlich verhindern, dass die rot-grüne Landesregierung vor einer Entscheidung des Gerichts über die Verfassungsklage von FDP und CDU vollendete Tatsachen schafft und Nordrhein-Westfalen möglicherweise rechtswidrig zusätzliche Milliardenschulden aufbürdet. Die FDP fordert die Landesregierung auf, dem Wunsch des Verfassungsgerichts umgehend und uneingeschränkt Folge zu leisten und auf die geplante Aufnahme neuer Milliardenschulden zu verzichten. Es muss sichergestellt werden, dass die Landesregierung die Entscheidung des Gerichts über die Verfassungsklage von FDP und CDU nicht von vornherein ins Leere laufen lässt.“

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Kategorien: Landespolitik

Rot Grün verprasst das Geld der Bürger

Autor: Jörn Langefeld Do, 13. Januar 2011 16:43

Papke: Hemmungslose Schuldenmacherei wird 2011 fortgesetzt.
„Nach der rot-grünen Rekordverschuldung 2010 plant die Landesregierung mit dem Haushalt 2011 den nächsten Anschlag auf die Generationengerechtigkeit.“

(Düsseldorf, 22.12.2010) FDP und CDU haben am 21. Dezember ihre Verfassungsklage gegen den Haushalt und den Antrag auf einstweilige Anordnung offiziell beim Verfassungsgerichtshof in Münster eingereicht. Zuvor war der rot-grüne Nachtragshaushalt 2010 im Gesetz- und Verordnungsblatt veröffentlicht worden und damit in Kraft getreten. „Das Verfassungsgericht hat mitgeteilt, dass mit einer Entscheidung über den Erlass einer einstweiligen Anordnung nicht vor der ersten Januarhälfte 2011 zu rechnen sei“, sagt FDP-Fraktionschef Gerhard Papke.

Bis zum 5. Januar 2011 soll die Landesregierung gegenüber dem Gericht Stellung zum Nachtragshaushalt 2010 beziehen. Papke: „Die FDP erwartet von der rot-grünen Landesregierung, dass sie bis zur Entscheidung des Verfassungsgerichts auf den Haushaltsvollzug verzichtet. Das gebietet der Respekt vor dem Verfassungsgericht.“ Insbesondere die geplante Aufnahme von mehr als 1,8 Milliarden Euro zusätzlicher Schulden müsse zwingend unterbleiben, damit der Richterspruch nicht von vornherein mit Füßen getreten werde.

Zudem hat die rot-grüne Landesregierung die Eckdaten für den Landeshaushalt 2011 vorgelegt. Mit einer geplanten Neuverschuldung in Höhe von 7,8 Milliarden Euro liegt auch dieser Haushalt 2011 deutlich über der Verfassungsgrenze. FDP-Fraktionschef Gerhard Papke: „Nach der rot-grünen Rekordverschuldung 2010 plant die Landesregierung mit dem Haushalt 2011 den nächsten Anschlag auf die Generationengerechtigkeit.“ Obwohl NRW nach der aktuellen Einnahmeprognose der Steuerschätzer von November im Vergleich zur Mai-Steuerschätzung 1,7 Milliarden Euro zusätzliche Steuereinnahmen zur Verfügung stehen, solle die Schuldenaufnahme nicht reduziert, sondern auf den zweithöchsten Wert der Landesgeschichte gesteigert werden. „Noch nie hat eine Landesregierung in derart kurzer Zeit derart hemmungslose Schuldenmacherei betrieben wie Rot-Grün mit freundlicher Unterstützung der Linkspartei in Nordrhein-Westfalen.“

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Außerordentlicher Landesparteitag der FDP-NRW

Autor: Peter Wagner Mo, 08. November 2010 11:57

27.11.10 | Dortmund

Auf einem Sonderparteitag in Dortmund wird die FDP-NRW ihre neue bzw. ihren neuen Landesvorsitzenden wählen.

Zeit: 11.00 Uhr

Adresse:
Halle 3 der Westfalenhallen,
Rheinlanddamm 200
44139 Dortmund

Veranstaltungsort* : Dortmund - Westfalenhalle

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Papke: Landesregierung muss Nachtragshaushalt zurückziehen

Autor: Peter Wagner Mo, 08. November 2010 11:54

(Düsseldorf, 04. November 2010) Zur Vorlage der neuen Prognose zu den erwarteten Steuereinnahmen für die Jahre 2010 bis 2012 durch den Arbeitskreis Steuerschätzung erklärt der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Gerhard Papke:

„Die Ergebnisse der offiziellen Herbst-Steuerschätzung machen es deutlich: Schon in diesem Jahr führt der unerwartete Aufschwung der Konjunktur zu massiven Steuermehreinnahmen auch für die Länder. Für Nordrhein-Westfalen bedeutet das allein für 2010 etwa 1,1 Milliarden € zusätzliche Einnahmen. Auch 2011 und 2012 wird dem Land mit 1,7 Milliarden € bzw. 1,8 Milliarden € mehr Geld zur Verfügung stehen als bisher geplant. Während der Bund mit 40 Prozent weniger Schulden für 2010 rechnet, erhöht Nordrhein-Westfalen die Neuverschuldung um irrwitzige 35 Prozent. Rot-Grün will sich auf Pump die Taschen füllen, um später teure Wahlgeschenke zu verteilen. Sparsames Wirtschaften bleibt für Rot-Grün ebenso ein Fremdwort wie Generationengerechtigkeit.

Die FDP fordert die Landesregierung auf, den Nachtragshaushalt umgehend zurückzuziehen und die Neuverschuldung abzusenken, statt zu erhöhen.“

Quelle: FDP NRW

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Kategorien: Landespolitik

FDP: Dringender Handlungsbedarf bei der Finanzausstattung unserer Kommunen

Autor: Peter Wagner Mi, 03. November 2010 09:00

(Düsseldorf, 29. Oktober 2010) Der Landtag Nordrhein-Westfalen hat in einer Sondersitzung über Finanzhilfen für die Kommunen debattiert. Zwischen allen Fraktionen herrschte Einigkeit darüber, dass die Handlungsfähigkeit der Kommunen gesichert werden muss. Zudem stimmten alle Fraktionen darin überein, dass die stetig anwachsenden Sozialausgaben die Kommunen in Finanznot bringen. Deshalb fordern alle Fraktionen im nordrhein-westfälischen Landtag, dass der Bund bei der Finanzierung der Sozialtransfers künftig erheblich stärker in die Pflicht genommen werden muss. „Derzeit schultern die Kommunen den Löwenanteil der Lasten – das muss sich ändern“, erklärte Horst Engel, kommunalpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion. Trotz weitgehender Übereinstimmung über die dringend notwendige Hilfe für die Kommunen, scheiterte ein gemeinsamer Antrag aller Fraktionen an der Frage der Finanzierung. Die FDP-Forderung, dass die Landeshilfen für Kommunen nicht über neue Schulden finanziert werden dürfen, wurde von SPD und Grünen abgelehnt.

FDP-Änderungsantrag zu Kommunalfinanzen

FDP-Entschließungsantrag zu Kommunalfinanzen

FDP-Fraktionschef Gerhard Papke verdeutlichte in der Plenardebatte die Position der FDP: „Bei der Finanzausstattung unserer Kommunen besteht dringender Handlungsbedarf.“ Aus Sicht der FDP steht fest, dass die Bewältigung der Kostenlawine aus den steigenden Sozialtransfers eine gesamtstaatliche Aufgabe ist. Bislang sehe die Kostenverteilung jedoch so aus, dass der Bund einen vergleichsweise geringen Beitrag zur Finanzierung leistet, während die Kommunen die Hauptlast tragen. Diese Lastenverteilung soll geändert werden. Papke: „Die Kommunen und die Bürger in Nordrhein-Westfalen erwarten zu Recht, dass wir gemeinsam über Parteigrenzen hinweg an den Bund herantreten und einen angemessenen Finanzierungsanteil an den Sozialtransferleistungen einfordern.“ FDP-Kommunalexperte Engel erinnerte daran, dass FDP und CDU in ihrer Regierungsverantwortung bereits über den Bundesrat Anstrengungen zur Verbesserung der Finanzsituation der Kommunen bei den Kosten für Unterkunft und Heizung für Langzeitarbeitslose unternommen hatten. Zudem wurde auf Initiative von NRW die Einrichtung der Gemeindefinanzkommission beschlossen. Bund, Länder und kommunale Spitzenvertreter beraten darin erstmals gemeinsam über Wege zur Absicherung der kommunalen Handlungsfähigkeit.

Horst Engel betonte in der Debatte, dass die Kommunen in NRW auch finanzielle Unterstützung durch das Land erhalten sollen. FDP-Fraktionschef Papke erklärte: „Das Land muss selbstverständlich einen Anteil übernehmen, um die Finanzlage der Kommunen zu verbessern. Diese Hilfen dürfen aber nicht zur Luftbuchung werden.“ Die FDP hatte in einem Änderungsantrag gefordert, dass der jährliche Anteil des Landes durch Einsparungen oder Steuermehreinnahmen erwirtschaftet wird und der verfassungsrechtlich gebotene Ausgleich des Landeshaushalts bis 2020 nicht gefährdet wird. Das lehnten SPD, Grüne und Linke ab. Auch ein Entschließungsantrag der FDP zur Verbesserung der Kommunalfinanzen wurde von Rot-Rot-Grün abgelehnt.

Quelle: FDP NRW

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Papke: Verantwortung muss auf mehrere Schultern verteilt werden

Autor: Peter Wagner Di, 26. Oktober 2010 09:16

(Düsseldorf, 25.10.2010) Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Gerhard Papke, hat vor der Landespressekonferenz sein Bedauern über die Entscheidung von Andreas Pinkwart geäußert, seine Führungsämter in der FDP aufzugeben. „Kein anderer hat in den letzten zehn Jahren so viel für die NRW-FDP geleistet wie Andreas Pinkwart“, sagte Papke. Sein Entschluss habe alle überrascht. Nun müsse sich die FDP jedoch zügig auf die neue Situation einstellen. „Ich selber werde nicht für das Amt kandidieren. Ich habe über diese Entscheidung auch gar nicht lange nachdenken müssen. Sie war für mich sofort klar.“

Papke führte dafür vor allem zwei Gründe an. „Ich war und bin ein unbedingter Anhänger von Teamlösungen. Nur in einer starken Mannschaft können Einzelspieler ihre verschiedenen Qualitäten zur Geltung bringen.“ Diese Teamlösung sei in den vergangenen Jahren in NRW erfolgreich praktiziert worden – mit Andreas Pinkwart als Landesvorsitzendem, Christian Lindner als Generalsekretär und ihm als Fraktionsvorsitzendem. „Ich halte es für selbstverständlich, Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen.“

Zudem erklärte Papke, dass er sich weiterhin mit ganzer Kraft auf sein Amt als FDP-Fraktionsvorsitzender konzentrieren wolle. Er sei mehr denn je gefordert, für die FDP akzentuierte Oppositionspolitik mitzugestalten. Denn bereits nach den ersten 100 Tagen sei das getarnte Regierungsbündnis von SPD, Grünen und Linkspartei in NRW dabei, die politische Achse des Landes systematisch nach links zu verschieben. „Dabei wird das Land grottenschlecht regiert.“ NRW erlebe die schlimmste Schuldenpolitik in seiner Geschichte. Industriepolitik finde nicht statt, weil die Grünen wie bei der CO-Pipeline oder dem Kraftwerk Datteln alles blockieren. Und Bürger sowie Mittelstand würden mit einer Flut neuer Steuern traktiert: von der Bettensteuer über die Wassersteuer, die Kiessteuer und die Jagdsteuer bis zur Vermögenssteuer. In der Bildungspolitik würden die Weichen auf Einheitsschule gesetzt und das Ende des vielfältigen Schulwesens und der Gymnasien eingeläutet.

„Dieser Politik zum Schaden des Landes NRW werde die FDP wie bisher als konstruktive, aber glasklare Opposition entgegentreten. „Dieser Aufgabe werde ich mich weiterhin mit großem Engagement widmen, und will gar nicht erst den Eindruck aufkommen lassen, als ließe ich mich davon auch nur eine Minute durch das Schielen auf weitere Ämter ablenken.“

Papke forderte eine zügige Entscheidung über die Nachfolge von Andreas Pinkwart. Die Suche nach einem Landesvorsitzenden dürfe nicht wie bei der NRW-CDU die politische Außenwirkung der Liberalen lähmen. Die NRW-FDP habe hervorragende junge Leute, die noch stärker in die Führungsverantwortung hineinwachsen sollten.

Quelle: FDP NRW

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Kategorien: Landespolitik

Aachens FDP will beim Guido-Hauen nicht mitmachen

Autor: Peter Wagner Di, 26. Oktober 2010 09:07

Aachen. Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos - so ungefähr könnte man die aktuelle Stimmungslage in der Aachener FDP zusammenfassen.

Die Umfragewerte bewegen sich tief im Keller, der Landesvorsitzende hat Knall auf Fall hingeschmissen, dem großen Zampano Guido Westerwelle wird sogar von Parteifreunden der Rücktritt nahegelegt: Das sind Vorgänge, die geeignet sind, sogar rheinische Liberale in die Depression zu treiben.

Die örtliche Gliederung der Freien Demokraten sieht jedoch keinen Anlass, sich jeck machen zu lassen, zumal man in Aachen mit einer Besonderheit aufwarten kann: Nach wie vor steigen die Mitgliederzahlen. Nicht mehr so flott wie früher, «aber über dem Durchschnitt», so Vorsitzender Alexander Heyn.

Richtig Ärger gab es für Westerwelle bei einer Konferenz am Sonntag, als insbesondere Regionalfürsten aus Hessen und Berlin zulangten und heftige Kritik an seinen Führungsqualitäten übten. Am offensichtlich um sich greifenden Guido-Hauen will Heyn sich nicht beteiligen, aber er sagt auch: «Der Auftritt der FDP ist grundlegend optimierungsfähig, das gefühlte Image ist nicht gut. Das hat personelle wie inhaltliche Gründe. Aber das müssen die in Berlin intern klären», Ratschläge aus Aachen werde man sich in dieser Situation verkneifen.

FDP-Urgestein Georg Helg, Fraktionschef im Städteregionstag, erklärte am Montag, seiner Wahrnehmung nach handele es sich nur um eine «kleine Minderheit» innerhalb der Partei, die Westerwelle absägen wolle. Was zudem ein «ungeheurer Fehler» wäre - «man kann nicht bei jedem Umfragetief hingehen und den Spitzenmann auswechseln wie das Fußballmannschaften mit dem Trainer machen, wenn sie am Tabellenende stehen».

Auch sei ein Großteil der Kritik nicht gerechtfertigt, wie das Beispiel Brüderle lehre: Viele hätten sich lustig gemacht über den Wirtschaftsminister, jetzt stelle sich heraus, wie gut der Mann sei.

Zum Abgang des Landesvorsitzenden bemüht Heyn seinerseits die Welt des Fußballs, um den Vorgang zu bewerten: «Wenn der beste Spieler das Feld verlässt, ist das immer schlecht. Andreas Pinkwart ist ein äußerst intelligenter, pfiffiger und honoriger Mensch, Er hat sich jetzt den Verein seines Vertrauens gesucht» (und wird Hochschulrektor in Leipzig).

Auch Helg, mit Pinkwart persönlich befreundet, bedauert sehr dessen Ausscheiden aus der Politik, betont aber zugleich: «Jemand mit solchen Qualitäten ist zu schade, um als Hinterbänkler im Landtag zu sitzen. Da ist er in Leipzig besser aufgehoben».

Und wie geht es weiter an der NRW-Spitze? Helg, Mitglied des Landesvorstands, hat da einen Favoriten, für den er sich «ganz engagiert» einsetzen will: Alexander Graf Lambsdorff. Der Europaabgeordnete verfüge über große diplomatische Fähigkeiten und habe sich längst zur «Seele der Fraktion» entwickelt. Eine großartige Mitgliederbefragung, wiewohl zurzeit in Mode, sei angesichts des großen Zuspruchs für Lambsdorff wohl nicht nötig.

Im Übrigen beharrt Georg Helg darauf, dass es keinen Anlass zur Panik gebe: «Ich bin nächstes Jahr 50 Jahre in der Partei, mich kann nichts mehr erschüttern.»

Quelle: an-online

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Papke bedauert Rückzug von Professor Pinkwart

Autor: Peter Wagner Sa, 23. Oktober 2010 12:53

(Düsseldorf, 21. Oktober 2010) Zu dem angekündigten Rückzug von Professor Pinkwart von seinen politischen Ämtern erklärt der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Gerhard Papke:

"Professor Andreas Pinkwart hat heute mitgeteilt, dass er sich von seinen politischen Führungsämtern zurückziehen wird, um eine neue berufliche Herausforderung in der Wissenschaft zu übernehmen. Im Namen der FDP-Landtagsfraktion und ganz persönlich bedauere ich diese Entscheidung sehr, obwohl sie selbstverständlich zu respektieren ist.

Andreas Pinkwart hatte als FDP-Landesvorsitzender entscheidenden Anteil am Wiederaufstieg der NRW-FDP aus dem Trümmerfeld des Jahres 2002. Als stellvertretender Ministerpräsident und Innovationsminister Nordrhein-Westfalens hat er Akzente gesetzt, die dauerhaft Bestand haben werden. Sein Hochschulfreiheitsgesetz ist bundesweit ebenso beispielhaft wie sein sozialverträgliches Studienbeitragsmodell. Durch Andreas Pinkwart ist Innovationspolitik zu einem Markenzeichen Nordrhein-Westfalens geworden, auch wenn die rot-grüne Landesregierung sich jetzt lieber wieder auf Dauersubventionen für Steinkohle konzentriert.

Für seine neuen Aufgaben wünscht die FDP-Landtagsfraktion Professor Pinkwart alles Gute. Er wird für die FDP weiterhin ein wichtiger Impulsgeber bleiben."

Quelle: FDP NRW

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Hafke: Abschaffung der Studienbeiträge führt zu Qualitätsverlust

Autor: Peter Wagner Mi, 20. Oktober 2010 08:54

Angesichts der Pläne von Rot-Grün, die sozialverträglichen Studienbeiträge in Nordrhein-Westfalen wieder abzuschaffen, warnt FDP-Hochschulexperte Marcel Hafke vor einer massiven Verschlechterung der Studienqualität. Im Video-Podcast der
FDP-Landtagsfraktion fordert Hafke die Beibehaltung der Studienbeiträge und eine Fortentwicklung des Modells.

Quelle: www.fdp-fraktion-nrw.de

Zum Video-Podcast

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