Inden/Altdorf. Gegen die geplante Ansiedlung eines Schnellimbiss hatten Bewohner des Wohnhauses Indener Straße 2 in Inden/Altdorf in einem Schreiben an den Rat der Gemeinde Widerspruch eingelegt.
Der hat den Antrag abgelehnt und die Ansiedlung eines Imbisses im Bereich der Zufahrtsstraße des Gewerbegebietes in Inden/Altdorf für das Mittagsgeschäft genehmigt und den Bebauungsplan entsprechend geändert.
Künftig ergänzt das Planzeichen «Imbiss» auf den Grundstücken Gemarkung Frenz, Flur 4, Flurstücke 416 und 415, Gemarkung Lamersdorf, Flur 14, Flurstück 279 den Plan. Dessen Grundzüge würden durch die Änderungen nicht berührt, so die Verwaltung. In der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause haben die Ratsmitglieder diese Änderungen zur Kenntnis genommen.
Die Anwohner hatten wegen der zu erwartenden Geruchs- und Lärmbelästigung sowie eingeschränkter Parkmöglichkeiten gefordert, den Stand in einem Abstand von 200 Metern östlich ihres Hauses zu bauen.
Die gewerbliche Nutzung «Imbiss» in einem Gewerbegebiet sei allgemein zulässig, begründet die Verwaltung die Entscheidung, den Antrag abzulehnen. «Die überbaubaren Flächen sind mit einem Abstand von 15 Metern zu der ersten privaten Grundstücksgrenze ausgewiesen, dazwischen liegt ein Pflanzstreifen, eine Verlegung ist aus wasserrechtlichen Gründen nicht möglich», heißt es weiter und: «Die Genehmigung von Vorhaben obliegt den allgemeinen gesetzlichen Vorgaben und nicht individuellen Wünschen.»
Quelle: an-online.de, 09.07.2010
Anmerkung der FDP Inden: Nicht ohne Grund sind wir damals dem Vorhaben dort einen Schnellimbiss zu errichten kritisch entgegengetreten und haben letztlich im Rat dagegen gestimmt.
Es mag sein, dass es den gesetzlichen Vorgaben entspricht, jedoch sind wir der Meinung, dass auch der gesunde Menschenverstand eine Rolle spielen muss. Was dort zu erwarten ist, lässt sich leicht ausrechnen. Neben der Geruchs- und Lärmbelästigung könnte es auch zu hygienischen Problemen kommen, wenn der Betreiber nicht zu ordentlichen Toilettenanlagen verpflichtet wird. Dazu wird einer der Hauptverkehrswege nach Inden-Altdorf eingeschränkt werden. Bereits damals, als der Schnellimbiss noch auf dem Gelände von REWE zu finden war, konnte man beobachten, dass besonders LKW-Fahrer als Besucher des Schnellimbisses einen großen Teil des Parkplatzes in Anspruch genommen haben. Zwar steht am neuen Standort genügend Seitenstreifen zur Verfügung, jedoch nicht in unmittelbarer Nähe der Imbissbude, so dass bezweifelt werden darf, dass die Imbissbesucher die Hauptstraße korrekt beparken.
Noch vor ca. 10 Jahren legte man Wert auf ein ordentliches Bild bei den Zufahrts- und Durchgangsstraßen durch die Gemeinde. In Frenz sollte dazu sogar eine 6-stellige Summe investiert werden. Umso unverständlicher, dass gerade jetzt und an dieser Stelle ein Schnellimbiss aufgestellt werden soll. Kein schönes Bild für die Indener Bürger. Und ebenfalls nicht für die Besucherströme zum Indemann, welche diese Straße ganz sicher sehr häufig benutzen werden.
Die FDP Inden hat an ihre Bürger und insbesondere die Anwohner der Hauptstraße gedacht und dagegen gestimmt. Schade, dass dies nicht einmal zur Idee geführt hat über Alternativen nachzudenken.